Abgefahren

Ich konnte spüren, dass das schiefgehen würde. Im Moment, in dem ich absprang, spürte ich, dass es gleich sehr sehr weh tut. Wenn ich schätzen müsste, war ich vielleicht fünf bis sechs km/h zu schnell auf dem Kicker. Ich würde den Landehügel verfehlen und im Flat landen. Und dieses Experiment macht man nur einmal mit dem Rad unter den Füßen. Ein solcher Aufprall ist selbst aus einem zwei Meter Drop mit einem Hardtail so hart, dass sich Felgen, Lenker und Pedalarme verbiegen. Wie meine Knochen das damals überstanden haben ohne zu brechen, weiß ich bis heute nicht.

Aber zurück zum Sprung: am höchsten Punkt drehe ich die Sprunggelenke leicht nach außen und spüre, wie die Klicker meine Schuhe freigeben. Ich stoße das Rad nach links weg und hoffe, dass es nicht auf den Landehang zurückgeschleudert wird.

Dank der Schutzkleidung aus Panzer, Knie- und Schienbeinschonern sowie Integralhelm geht die „Landung“ glimpflicher aus, als erwartet: lediglich dem feinen Knacken, das sich dem in meinem Schädel wiederhallenden „Klong“ beimischt, entnehme ich, dass sich mein Uvex Rebel Helm eben in die ewigen DH-Gründe verabschiedet hat. Wahrscheinlich an Stelle meiner selbst.

Ich öffne die Augen und du siehst mich panisch an. Dein „Alles in Ordnung, Schatz“ schafft es noch nicht ganz bis in meine letzten Hirnwindungen. Ich nicke vorsichtig. Gut – das geht schon mal. Ich atme ein. Sticht es? Nein – nichts. Gut, Rippen also auch in Ordnung. Zehen wackeln auch: Das Rückgrat ist okay.

Nachdem ich alle Körperteile auf Funktionalität geprüft habe, setze ich mich auf und ziehe meine Zigaretten aus dem Trikot und reiche sie dir. „Fummel mir bitte mal eine raus“ bitte ich dich, während ich die Schutzhandschuhe ausziehe und den Helm absetze. Zwischen den hinteren Lüftungsöffnungen klafft ein Riss: das hätte mein Schädel sein können. Ich küsste ihn auf das Visier. „Mach´s gut, alter Freund!“ und streiche nochmal über den Schriftzug „Hohe Berge – tiefe Stürze“.

Du nimmst mir den Helm aus der Hand und gibst mir die bereits brennende Zigarette. Du betrachtest den Riss und brichst in schallendes Gelächter aus. Auf mein fragendes Gesicht hin, drehst du den Helm zu mir: der Riss geht mitten durch den Aufkleber“Ficken?“ Der stammt noch aus meiner bereits geschlossenen Stammkneipe, die diesen Likör einst ausschank. Ich lächle.

30 Minuten später habe ich den 661 Panzer ausgezogen und samt Fahrrad im Kofferraum verpackt. Wir haben Glück: die A4 ist frei und wir sind ziemlich schnell unterwegs. Ich mag es, dich während der Fahrt anzusehen: deine fein gezeichneten Züge. Die Konzentration in deinem Blick. Deine Mundwinkel immer leicht angehoben: ein ständiges Lächeln. Du bist unglaublich schön.

Zu Hause angekommen stelle ich mich unter die Dusche: meine Muskeln und Bänder brennen wie Feuer. Mein Schädel brummt, als hätte ein Bienenvolk darin einen Platz zum Überwintern gefunden. Ich stütze mich mit den Händen gegen die Fliesen und lasse das Wasser über meinen Rücken laufen – himmlisch. Mit „Deine Sachen, Schatz!“ betrittst du das Badezimmer. Du musterst mich in der offenen Dusche und ich drehe mich zu dir. Du hast dich schon umgezogen. Keine Hose, dafür einen meiner alten Pullover, der bis über deine Oberschenkel reicht. Deine Brustwarzen zeichnen sich durch den dünnen Stoff ab. Kein BH also. Ich lasse das Wasser an, trete aus der Dusche, packe deinen Hals , flüstere dir „Mitkommen!“ in dein Ohr und schiebe dich Richtung Dusche.

„Nein! Nicht! Ich habe noch Sachen an!“ wendest du ein. Aber darauf kann ich gerade keine Rücksicht nehmen. Dein Anblick hat meinen Schwanz innerhalb von Sekunden aus dem Schlaf gerissen. Ich drücke dich unter dem Wasserstrahl gegen die Fliesen und küsse dich. Ich führe deine Arme am Rohr der Dusche entlang und bedeute dir, dich dort festzuhalten. „Die bleiben dort. Bis ich dir etwas anderes sage. Wag es dir, etwas anderes zu tun!“ Ich gehe vor dir in die Knie und lege deinen linken Oberschenkel auf meine Schulter. Ich will dich schmecken jetzt! Meine Zunge berührt sanft deine Klit, liebkost sie. Du schiebst mir dein Becken entgegen und ich umgreife deinen Schenkel, lasse zwei Finger in dich eindringen. Genieße dein leichtes Aufstöhnen. Die Bewegungen deines Beckens, das leichte einknicken deines Knies unter deiner Lust. Ich kann deine Erregung, deine Lust spüren. Ich fühle, dass du kurz davor bist, sauge ein letztes Mal an deiner Klit. Im Rausch deines Orgasmus, greifst du meinen Kopf, presst ihn in deinen Schoß und stöhnst auf. Ich habe erreicht, was ich wollte: du warst ungehorsam. Ich koste deinen Orgasmus in vollen Zügen aus, warte, bis du dich wieder beruhigst, stehe auf und sehe dich auffordernd an: „Was hatte ich dir gesagt?“

„Die Hände sollten oben bleiben?“ erwiderst du kleinlaut. Ich packe deinen Arsch, hebe dich an. Sofort schlingst du deine Beine um mich und presst dein Becken gegen mich. So trage ich dich in Richtung Bett.

Ich lege dich vorsichtig ins Bett. Ich nehme meinen vor Lust pulsierenden Schwanz und lasse ihn einmal zwischen deine Schamlippen gleiten. Leise stöhnst du auf. Ich löse mich von dir und du siehst mich fragend an.

Ich packe deine Sprungelenke. Drehe dich daran auf deinen Bauch und packe deine Haare. Ziehe deinen Kopf nach hinten während ich mich auf dich lege.

„Nun, Ungehorsamkeit muss bestraft werden…“

 

To be continued.

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