Befreiung

Vorwurfsvoll blinkt mich der Cursor an. Seit Monaten ist mein Kopf wie leergefegt. Oder nein – das stimmt nicht. Eigentlich ist er voll. Worte, die ich nicht mehr sortieren kann. Gedanken, die in Sackgassen enden.

Bist du mal getaucht? Tu es mal! Wenn du am Grund bist, lass die Luft aus deinem Jacket. Der Gürtel wird dich am Grund halten. Und nun versuch zu laufen! Es wird nicht gehen. Das Wasser wird dich nicht vorankommen lassen. So ähnlich fühle ich mich gerade.

„Schatz“ sagst du, während du mich zart an der Schulter berührst. Ich zucke vor Schreck zusammen. „So wird das doch nichts“ fährst du fort. Du weißt, wieviel Druck gerade auf meinen Schultern lastet. „Ich gehe schonmal vor“, flüsterst du mir ins Ohr, „ich warte auf dich!“

Das Kaminzimmer. Wohlige Wärme. Der gemütliche Ohrensessel. Sein weiches Leder. Wann war ich eigentlich das letzte Mal dort? Es könnte wirklich schon ein Jahr her sein, wenn ich es mir mal so durch den Kopf gehen lasse. Bin ich wirklich so blind gewesen? Habe ich mich wirklich so mit Arbeit eingedeckt, dass ich ein Jahr verschlafen habe? Und da ist es wieder: ich bin im Fluss – meine Gedanken verselbständigen sich. Lenken mich vom Wesentlichen ab. Ich nehme einen letzten Schluck aus meiner Kaffeetasse – kalt. Natürlich!

Ich lächle nochmal den Cursor an und denke mir „Fick dich“. Er blinzelt wissend zurück.

Ich klopfe an die Tür zum Kaminzimmer: „Kann ich hereinkommen?“. Auf dein „Ja – ich bin bereit!“ öffne ich die Tür: Du kniest nackt auf dem geölten Holzboden, deinen Kopf demütig gesenkt, auf deinen erhobenen Händen meine Gerte. Ich nehme sie dir aus der Hand. Ich lege ihre Schlaufe um mein Handgelenk. Verschränke meine Hände in meinem Schoß und lege den Schlag auf meine Lippen. Ich liebe den Geruch des Leders. Ich sehe dich an. Minuten verstreichen. Das Feuer knistert im Kamin vor sich hin. Noch immer kniest du vor mir. Ich gehe zu meinem Sessel. Greife nach der Fernbedienung. Mit einem Klacken geben die Relais Spannung auf die Verstärker. Noch immer liegt Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ im Plattenspieler. Als die Nadel die Platte berührt, gesellt sich zum Knistern des Kamins, das Knistern der Platte. Die ersten Takte des Frühlings bringen die Membranen der Lautsprecher zum Vibrieren, während ich zum Weinregal gehe. Unwillkürlich muss ich lächeln. Frühling. Neuanfang. Eine Befreiung der Natur. Während mein Blick über die Flaschen streift, öffne ich meine Krawatte und lege sie mir über die Schulter. Ich öffne den ersten Hemdsknopf. Heute brauche ich etwas starkes – hartes!

Ich ziehe einen alten Barolo aus dem Regal – die Flasche ist fast undurchsichtig. Der sollte passen.

Mit einem Glas dieses Weines setze ich mich in meinen Sessel. Betrachte dich. Wenn du wüsstest wie schön, wie stark du aussiehst, wenn du kniest. Ich nehme eine Zungenspitze des Weines in den Mund, lasse ihn über meine Zunge perlen. Trocken – man kann das Holz des Fasses fast noch schmecken. Herrlich. Der ist genau richtig. Die Minuten verstreichen.

Vivaldis Frühjahr weicht dem Sommer. Und es ist warm – sehr warm. Ich ziehe mein Hemd aus. Demütig kniest du zwei, eventuell drei Meter vor mir: dein Brustkorb hebt und senkt sich ruhig. Dein Rücken ist gerade. Das betont deine Brüste wundervoll. Als Vivaldis „Sturm“ aufzieht stehe ich auf. Es ist Zeit.

Ich nehme die Krawatte und gehe zu dir. „Sieh mich an!“ Als du zu mir aufblickst, sehe ich dir direkt in die Augen. „Danke!“ sage ich, und lege dir die Krawatte auf die Augen und verknote sie. Ich gehe zur Südwand und löse das Seil, das zum Deckenhaken führt.

Ich knie mich hinter dich und lege das Seil in eine Schlaufe. „Hände auf den Rücken!“ Du spürst, wie ich das Seil zweimal um deine Handgelenke lege. Es kreuze, dazwischen durchführe und verknote. Das andere Ende des Seile führt durch den Deckenhaken zur Wand. „Steh auf!“

Noch während du aufstehst, beginne ich das Seil und damit deine Handgelenke in Richtung Decke zu ziehen. Du drehst deine Arme soweit du kannst nach oben, bis dein Oberkörper sich nach vorn beugt, du auf die Zehenspitzen gehst. Das sollte reichen.

Ich nehme einen großen Schluck Wein in den Mund und gehe zu dir. Küsse dich. Träufel ihn langsam in deinen Mund. Deine dadurch überstreckte Kehle, macht dir das Schlucken schwer. Der Wein läuft an unseren Kinnen herab.

Ich hole die Spreizstange, drücke deine Füße auseinander und lege die Manschetten um deine Fesseln. Ich stehe auf, hole aus und verziere deinen Arsch mit einem tiefroten Handabdruck. Erschrocken entweicht dir ein Wimmern.

Sei still!“ sage ich. „Kannst du dich erinnern, als ich dir im letzten Jahr immer mal wieder sagte, dies oder jenes käme auf meine Liste, wenn du aufmüpfig warst?“ Du nickst. Mein Grinsen wird breiter. „Nun – heut ist Zahltag!

Ich gehe um dich herum, während ich meine Hose öffne. Ich packe deine Haare mit meiner linken und ziehe deinen Kopf hoch. Instinktiv öffnest du deinen Mund, in den ich schon meinen Schwanz schiebe. Keine Zeit für falsche Vorsicht. Unbarmherzig schiebe ich mich in dich. Spüre den Widerstand deiner Kehle, ein kurzes Aufbäumen, als ich ihn breche. Immer und immer wieder stoße ich zu. Da du auf Zehenspitzen stehst und deine Hände „gebunden“ sind, ist keinerlei Gegenwehr möglich. Ich spüre unser beider Säfte an mir hinablaufen. Nur kurz gebe ich dir Zeit Luft zu holen um dann wieder und wieder weiterzumachen.

Nach einigen Minuten lasse ich von dir ab, gehe vor dir in die Hocke und öffne die Krawatte. Mit tränenunterlaufenen Augen siehst du mich an. „Wirst du ein braves Mädchen sein?“ Du nickst. „Sehr gut.

Ich gehe an den Schrank und hole deinen Plug. Auf dem Rückweg halte ich am Sessel – nehme noch einen Schluck Wein und nehme die Gerte.

Ich lege meine Hand auf deinen Rücken. Während ich den Plug zwischen Daumen, Ring- und kleinen Finger haltend in deine Pussy schiebe, massiere ich mit Zeige- und Mittelfinger deine Klit. Du stöhnst auf und schiebst mir dein Becken entgegen. „Hör auf und sei still!“ herrsche ich dich an. Ich ziehe den Plug aus dir – deine Nässe sollte ausreichen. Ich lege seine Spitze an deinen Arsch und presse. Ich mag diesen Anblick so sehr!

Ich nehme die Gerte und lasse ihren Schlag über deine Pobacken gleiten. Als er die Stelle meines Handabdruckes erreicht, weichst du leicht zur Seite. Ich hole 30cm aus und lasse sie direkt auf den Abdruck treffen: „Wirst du wohl stillhalten!“ zische ich dich an. Du senkst den Kopf.

Ich denke, 15 sollten gerechtfertigt sein…“ überlege ich laut. Du atmest deutlich hörbar ein. „Zähl mit!

Ich hole weit aus: die Gerte trifft deinen Arsch mittig horizontal – der Schlag wieder genau auf meinem Handabdruck. Zwischen deinen zusammengebissen Zähnen presst du ein „Eins“ hervor. Ich hole erneut aus – „Ich will dass du deutlich und laut sprichst!„, sage ich, während der zweite Schlag einen Zentimeter unter dem ersten einschlägt. „Zwei“ – ein leichtes Wimmern schleicht sich in deine Stimme. Wieder und wieder trifft dich die Gerte. Ich sehe die Tränen über deine Wangen rollen. Aber keinen Ton von dir – brav!

Ich lege die Gerte neben uns auf den Boden – knie mich hinter dich – dein Arsch auf meiner Gesichtshöhe. Ich ziehe deine Schenkel auseinander und vergrabe mein Gesicht darin. Wieder und wieder ficke ich deine Pussy mit meiner Zunge, sauge – spiele an deiner Klit. Vielleicht beiße ich ab und zu sogar hinein. Ich spüre, wie du dein Becken mir immer mehr entgegenstreckst. Ich kenne dich – du brauchst nicht mehr lange.

Ich löse mich von dir. „Du darfst kommen!“ sage ich, während ich erst zwei, dann drei, dann vier Finger in dich schiebe und weiter den Druck erhöhe. Deine Enge überwindet, krümme ich meine Finger in dir, bis du meine Hand ganz umschließt. So zustoßend, massiere ich mit meiner anderen Hand deine Klit. Das rythmische Anspannen deiner Bauch- und Beckenbodenmuskulatur zeigt mir, dass du so weit bist. „Sei laut!

Die letzten Buchstaben gehen in deinem Aufstöhnen schon unter. Laut stöhnst du deine Lust hinaus. Lässt deinem Trieb freien Lauf. Dein Saft auf meiner Haut macht mich rasend. „Fick mich. Fick mich! FICK MICH!“ verlangst du. Vorsichtig ziehe ich meine Hand aus dir und stehe auf – noch während du kommst, schiebe ich meinen vor Lust pochenden Schwanz in dich, greife deine Haare, ziehe deinen Kopf nach hinten und ficke dich so hart ich kann. Immer lauter wird unser Stöhnen, ich spüre, wie sich deine Pussy immer und immer wieder fest um meinen Schwanz schließt, wie dein Saft an mir hinabrinnt.

Als ich mich tief in dir ergieße, bewegst du dich langsamer, spannst deinen Beckenboden bei jeden herausziehen an. Saugst so jeden Tropfen aus mir. Mit einem kleinen Ruck löse ich die Schlinge, die deine Handcuff hält und das Seil löst sich.

Erschöpft sinken wir auf den Boden. Ich ziehe dich zu mir. Bette deinen Kopf auf meiner Brust. Streichle deine Wange. „Das war gut – sehr gut, mein Engel.“ Ich angle nach dem Weinglas: zu weit weg. Egal. Hier ist es schön – hier bleib ich!

7 Antworten auf „Befreiung“

  1. Jetzt schreibe ich langsamer um Rechtschreibfehler zu vermeiden 😉
    Gefällt mir auch sehr sehr gut. Kopfkino… Ich habe mich leider noch nie getraut meinem Partner zu offenbaren , dass ich es „anders“ will. Denke er wäre ziemlich geschockt. So muss es wohl beim Klatschen auf den Arsch bleiben. Aber selbst da ist er zaghaft..

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