Taxi for two

Auf dem Weg nach Oben bemerke ich die Anspannung in deinen Muskeln. Durch die Ungewissheit was nun mit dir geschehen würde, hast du dich verkrampft, aber ich wollte das du das Folgende genießen kannst. Langsam lasse ich dich auf das große Bett im Schlafzimmer gleiten. Dir gefällt der Duft den das frisch bezogene Bett verströmt und du räkelst dich darauf wie eine Katze. Ich genieße diesen Anblick nur kurz, dann drehe ich dich auf den Bauch und fessle deine Arme an das obere Bettende.

„Taxi for two“ weiterlesen

Dinner for one

Du stehst mit dem Rücken zur Wand, nackt. Die Ledermanschetten an deinen Handgelenken fixieren deine Arme über deinem Kopf, deine Beine sind gespreizt und ebenfalls mit Manschetten an deinen Knöcheln fixiert. Du zitterst als du meine Schritte hörst, und ich höre wie bei jeder kleinen Bewegung von dir die Ketten an deinen Fesseln ein metallisches Klirren durch den Raum schicken. Mit verbundenen Augen kannst du nur ahnen wie nah ich dir schon bin.

„Dinner for one“ weiterlesen

Kopfkino

Du sitzt auf meiner Couch und wartest auf mich, als ich den Raum betrete. Ich lächle kurz, als du zu mir aufblickst.

“Bleib ruhig sitzen.”
sage ich zu dir, während ich näher komme. Ich trage komplett schwarz. Es ist ein Klischee, aber es steht mir. Die Hose und das Hemd sind zwar elegant, aber vollkommen schnörkellos.

Ich stelle mich vor dich und betrachte dich von oben herab.

“Du willst also, dass ich mit dir spiele? – Willst du das wirklich? – Sag es mir. Sag mir, dass ich mit dir spielen soll.” 
“Spiel mit mir, Herr.”

„Kopfkino“ weiterlesen

Homecoming

Dominik:

Ich schließe unsere Wohnungstür hinter uns und setze meine Brille ab. Reibe meine Augen. Homecoming. Ich muss unwillkürlich lächeln. Wie souverän du unter all diesen spätpubertären Bestien warst. Dein Wort ist Gesetz. Ich habe dich eine Zeit lang beobachtet, als ich dich abgeholt habe. Gewartet, bis die letzten gegangen sind.

Du reißt mich aus meinen Gedanken: packst mein Handgelenk, lässt mich mich umdrehen und drückst mich gegen die Tür. Küsst mich. Drängst dich gegen mich. Augenblicklich reagiert mein Körper. Du spürst die Erektion durch unsere Kleider und grinst mich an: „Und jetzt bist du dran, Herr!“ flüsterst du in mein Ohr.
„Homecoming“ weiterlesen

Gute Nacht Geschichte

Als ich die Eingangstür ins Schloss fallen lasse, erwartest du mich bereits. Bis auf deinen seidenen Hausmantel, der leicht verführerisch halboffen über deinen Schultern hängt, bist du bereits nackt. Ich bin erschöpft von meiner Geschäftsreise und das weißt du auch. Die letzten zwei Wochen waren hart, auch weil Ich dich vermisst habe.

“Hallo Kleines.” raune ich mit heiserer Stimme, während ich den Koffer abstelle und meinen Hut an die Garderobe hänge. In deinen Augen sehe ich das Leuchten, dass ich seit dem ersten Tag liebe und dein Mund verzieht sich zu einem wissenden Lächeln.

„Gute Nacht Geschichte“ weiterlesen

Regen

Ich schlage den Kragen meines Mantels hoch. Der Regen rinnt bereits meinem Nacken hinab. Ich beginne mich zu fragen, warum ich dir zugesagt habe. Bei unserem letzten Treffen sagte ich dir, es gäbe nichts mehr zu reden. Ein Freund von mir sagte mal zu mir, je härter die Schale, desto weicher der Kern. Vermutlich hat er Recht. „Regen“ weiterlesen

Abgefahren

Ich konnte spüren, dass das schiefgehen würde. Im Moment, in dem ich absprang, spürte ich, dass es gleich sehr sehr weh tut. Wenn ich schätzen müsste, war ich vielleicht fünf bis sechs km/h zu schnell auf dem Kicker. Ich würde den Landehügel verfehlen und im Flat landen. Und dieses Experiment macht man nur einmal mit dem Rad unter den Füßen. Ein solcher Aufprall ist selbst aus einem zwei Meter Drop mit einem Hardtail so hart, dass sich Felgen, Lenker und Pedalarme verbiegen. Wie meine Knochen das damals überstanden haben ohne zu brechen, weiß ich bis heute nicht.

Aber zurück zum Sprung: am höchsten Punkt drehe ich die Sprunggelenke leicht nach außen und spüre, wie die Klicker meine Schuhe freigeben. Ich stoße das Rad nach links weg und hoffe, dass es nicht auf den Landehang zurückgeschleudert wird. „Abgefahren“ weiterlesen

Wahnsinn

Unsere Gäste waren fort. Und so, wie andere sich nun umgezogen hätten, verändertest du dich halt einfach komplett. Aus der toughen Geschäfts- und treusorgenden Ehefrau wurde mein kleines heißes Miststück. Wenn du dich nur einmal durch meine Augen sehen könntest: wie sich schlagartig alles an dir verändert: deine Mimik, Gestik, ja sogar deine Stimmfarbe.

„Gib mir mal bitte die Teller!“ sage ich dir, der Geschirrspülmaschine zugewandt. Nichts. Keine Antwort – keine Teller.

Ich drehe mich zu dir um. Du spielst an deinen Haaren und hast deinen unschuldigsten Schulmädchenblick aufgesetzt. Aha – dies Stück wird heute also gespielt. „Wahnsinn“ weiterlesen

Weltuntergangsromantik IV

Frauen. Anders kann ich es gerade nicht ausdrücken. Die Zivilisation ist dahin. Die Menschheit zerfällt. Und du hast nichts besseres zu tun, als mir lautstark in einer nur auf den ersten Blick unbewohnten Stadt erklären zu wollen, was du für mich empfindest oder eben nicht empfindest. ‚Bringt sie bitte mal wer zum Schweigen‘ denke ich, als ich den Querschläger nahen höre.

Ein Teil deines Armes wird zerstäubt und landet als roter Nebel auf der Windschutzscheibe. Nein… dieses Wort hallt unaufhörlich in meinem Kopf hin und her, während du zu Boden gehst. Nicht nochmal. Noch ein Loch werde ich nicht graben! „Weltuntergangsromantik IV“ weiterlesen