Strafe muss sein – Teil 1

Das waren die Worte, mit denen ich unser Gespräch beendete. Bewusst hast du mich so hochgefahren. Ich kenne dich in und auswendig. Ich weiß nur eins: du wirst es bereuen!Ich höre wie du den Schlüssel in die Tür steckst. Es sind zwei Umdrehungen um die Tür zu entriegeln. Eins – zwei. Du drückst die Klinke nach unten. Öffnest die Tür. Ich sehe die Umrisse deines Körpers durch das Milchglas. Ich sehe deine Hand, den Saum deiner Jacke. Deinen Arm. Deinen Körper.

Ich schnelle aus dem Schatten, ziehe dich in die Wohnung und werfe die Tür ins Schloss. Ich packe dich an der Kehle, drücke dich gegen die Wand. Ich spüre deinen vor Schreck beschleunigten Puls. Langsam erhöhe ich den Druck auf deine Kehle. Du beginnst zu röcheln, bis auch dieses Geräusch erstickt. Ich sehe dir ins Gesicht. Noch lächelst du. Trotzig. Und stolz.

„Ich sagte dir ja, dass du das bereuen wirst!“ Du gibst keinen Ton – kein Anzeichen von Abwehr von dir. Ich beobachte jede Regung deines Gesichtes, deinen stolzen Blick. Das langsame Brechen unter dem fehlenden Sauerstoff. Zuerst geht der Trotz. Gefolgt vom Stolz. Deine Hände öffnen und schließen sich. Dein Blick beginnt zu flehen. Ich schaue dich noch immer wild entschlossen an. Nur für mich beginnt der Countdown. 5… 4… 3… 2… 1…

Ich lasse dich los – augenblicklich sinkst du auf die Knie. Rasselnd holst du Luft – keuchst. Du klingst heiser, als du hämisch sagst „War das schon alles?“ Ich hebe deinen Kopf an den Haaren an, flüstere dir ins Ohr „Du solltest mich besser kennen! Ich warte im Esszimmer auf dich. Ich erwarte dich dort in einer Minute nackt!“

Als du nur wenige Sekunden später nackt den Raum betrittst, sitze ich auf einem unserer Ess-Stühle. Hemd und Krawatte habe ich bereits abgelegt und über einen der anderen Stühle gehängt. Meinem Stuhl gegenüber steht ein zweiter. Leer. Ich bedeute dir dich zu setzen. Die Schenkel aneinandergepresst, die Handflächen darauf siehst du mich an. Ich nehme noch einen Schluck aus meinem Rotweinglas. Ein zweites gibt es nicht.

„Du weißt, warum wir hier sind?“ Still nickst du. Ich stehe auf, gehe um dich herum. Meine Fingerspitzen streicheln über deine Brustwarze, deinen Arm hinauf, deinen Nacken. Ich drücke deinen Kopf nach vorn. „Hände auf den Rücken!“ Du spürst die Handschellen, deren  kaltes Leder. Ich befestige ein Seil an ihrer Kette, ziehe es durch die Öse in der Decke, an der eigentlich mein Boxsack hängt. Immer höher zieht es deine Arme, du beugst dich nach vorn über, gehst auf die Zehenspitzen. In dieser Höhe arretiere ich das Seil. Ich streiche über deinen Rücken, deinen Arsch, hin zu deiner nassen Spalte. Benetze meine Finger mit deiner Nässe. Lege sie dir auf die Lippen, sehe dich an „Wirklich? Jetzt schon? Ich habe noch nichtmal angefangen!“.

Ich nehme mir mein Weinglas, setze mich wieder. Bewundere mein Werk. Schon die Haltung sieht schmerzhaft aus. Deine Atmung funktioniert stoßweise. Ich werde mich nun erstmal für den aufziehenden Sturm ausruhen…

Teil 2 findet hier.

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